Ende nach 22 Jahren – Mercedes und Norbert Haug gehen getrennte Wege

Veröffentlicht am 17. Dezember 2012 vom in Sportwagen

Bild: © apfelweile - Fotolia.com - Das Aus von Norbert Haug bei Mercedes hat vor allem mit dem schlechten Abschneiden der Wagen in den vergangenen Rennzeiten zu tun

Bild: © apfelweile - Fotolia.com - Das Aus von Norbert Haug bei Mercedes hat vor allem mit dem schlechten Abschneiden der Wagen in den vergangenen Rennzeiten zu tun

Michael Schumacher hört auf – mal wieder. Doch diesmal scheint es endgültig zu sein, und mit ihm geht auch Motorsport-Chef Norbert Haug. Seit 1990 war Haug für die sportliche Leitung der Mercedes Motorsportteams verantwortlich, und unter seiner Rigide konnten sechs WM-Titel in der Formel-1 sowie 32 Titel in der DTM gewonnen werden. Insgesamt betreute Haug bei 986 Rennen die Mercedes-Teams, wovon 439 siegreich gestaltet werden konnten.

Zuletzt fehlende Erfolge in der Formel-1

Doch seitdem Mercedes im Jahr 2010 wieder ein eigenes Rennteam in der Formel-1 stellte, fehlten die Erfolge. Einzig Nico Rossberg konnte einen Sieg im April dieses Jahres in Shanghai einfahren. Dabei hatte Mercedes nach den Kooperationen mit Sauber und McLaren einiges vor. Michael Schumacher als Fahrer und Ross Brawn als Teamchef sollten Mercedes zu altem Glanz in der Königsklasse verhelfen. Am Ende fehlten die Erfolge, und es ist kein Geheimnis, dass das ebenfalls ein Grund für den Ausstieg Haugs bei Mercedes ist. Erst vor Kurzem wurde Niki Lauda als neuer Aufsichtsratschef des Formel-1-Teams installiert. Der soll jedoch nichts mit dem Aus des 60-jährigen Haug zu tun gehabt haben. Er selbst zeigte sich überrascht von dem Ende der Partnerschaft, die 22 Jahre gehalten hatte. In beiderseitigem Einvernehmen wurde die Trennung vollzogen, über die jedoch schon seit längerem spekuliert worden war.

Mit Hamilton wieder auf die Erfolgsspur

Wie es mit Norbert Haug, der als Journalist unter anderem für “Auto, Motor und Sport” tätig war, weitergeht, ist nicht bekannt, doch langweilig dürfte dem ehemaligen Sportchef nicht werden. Auch weiterhin wird er die Fromel-1-Bemühungen von Mercedes verfolgen, die sich mit Lewis Hamilton für die neue Saison prominent verstärkt haben. Zusätzlich mit einem Budget von 200 Millionen Dollar ausgestattet, sehen sich die Silberpfeile in der nächsten Saison wieder als ernsthafter Konkurrent für Sebastian Vettel.

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