Etablierte Autobauer und Alternative Antriebe – Erstmal Ruhe bewahren

Veröffentlicht am 1. Oktober 2012 vom in Trends, Tipps & Neuigkeiten

© panthermedia.net/133285 (Salih Külcü)

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Wer dieser Tage auf dem Pariser Autosalon war, hatte sicherlich einiges erwartet. Der Autosalon ist eine Art Laufsteg – nur eben ohne hübsche Kleider, dafür mit den neusten Automodellen.

Alle zwei Jahre, im Wechsel mit der IAA nämlich, wird dann aufpoliert und stolz gezeigt, was die Automobilindustrie sich so an Innovationen hat einfallen lassen. Bei der Premiere im Jahr 1898 ging es mit 232 Fahrzeugen und 140 000 Besuchern noch recht übersichtlich zu, inzwischen zählt der Autosalon mit rund 1,5 Millionen Besuchern zu einem richtigen Highlight unter Autokennern. Besonders gespannt war man in diesem Jahr auf den Pavillon 2.1, der alternative Antriebe vorstellte. In Zeiten, in denen allerorts von Umweltschutz und Klimabilanz geredet wird, ist das natürlich ein großes Thema.
Stand man dann allerdings in der Halle, in der der große Zauber vonstatten gehen sollte, war man zunächst einmal enttäuscht. Ein paar vereinzelte Gäste, ein paar Ingenieure, die fleißig debattierend um Elektroautos herumstanden und sonst: nichts.

Anders sah es dort aus, wo Mercedes-Chef Dieter Zetsche sein neues Wunderkind, den SLS AMG Coupé Electric Drive, präsentierte. In Form und Funktion ist der Wagen vorbildlich: 750 PS, ein Drehmoment von 1 000 Newtonmetern und das alles verpackt als ein Elektroauto. Wenn man den Preis hört, ist es allerdings auch gleich wieder vorbei mit der Freude, denn mit knapp einer halben Million Euro liegt der SLS AMG in einer Preisklasse, die für den Ottonormal-Verbraucher eher nicht zu erreichen ist.

Und auch sonst ist von der großen Woge, mit der der Elektro-Hype einst losbrauste, nicht mehr allzu viel zu spüren. Von großer Tüftelei und neuen Ideen ist kaum etwas geblieben, Hybrid statt Elektro, das scheint das Motto des diesjährigen Autosalons gewesen zu sein.

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