General Motors und PSA kündigen neue Projekte an

Veröffentlicht am 25. Oktober 2012 vom in Trends, Tipps & Neuigkeiten

© Art3D - Fotolia.com

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Seit langem sind die Pläne einer gemeinsamen Allianz der Autokonzerne General Motors und PSA Peugeot Citroen bekannt. Nun veröffentlichen die Unternehmen erste Details der geplanten langfristigen Kooperation.

Vier gemeinsame Autoprojekte wird es demnach in der ersten Phase geben, und die Hersteller erhoffen sich allein davon Einsparungen von bis zu einer Milliarde Dollar pro Jahr in spätestens fünf Jahren. Ein kompakter Multi-Purpose-Van von Opel/Vauxhall ist in Planung. Dazu gesellt sich bald ein kompaktes Crossover-Utility Vehicle der Marke Peugeot und eine Kooperation im Bereich der Kleinwagen von Opel/Vauxhall und Citroen. Dieses Kleinwagenmodell soll auf einer von beiden Konzernen genutzten gemeinsamen Kleinwagen-Plattform basieren.
Das vorrangige Ziel des Projekts ist die Reduzierung der Schadstoff-Emissionen und eine Präsenz auf dem globalen Markt. Auch in der Mittelklasse werden Opel/Vauxhall, Peugeot und Citroen ein gemeinsames Modell auf den Markt bringen. Im Jahr 2016 ist mit den ersten Früchten der Zusammenarbeit zu rechnen, und die ersten gemeinsam entwickelten Modelle sollen auf den Markt kommen. Nur die besten Plattformen sollen dafür ausgewählt werden. Unklar ist, ob die Modelle der nächsten Generation von GM und PSA noch unter ihren angestammten Namen verkauft werden oder völlig eigenständige Entwicklungen sein werden. Alle bislang erhältlichen Modelle der beiden Hersteller, egal ob Cabrio oder Kleinbus/Van, lassen sich in entsprechenden Internetportalen miteinander vergleichen.

Weitere Kosteneinsparungen erhoffen sich die Partner von einer gemeinsamen Einkaufspolitik und den dadurch erzielbaren Synergie-Effekten. Über diese Zusammenarbeit muss jedoch noch kartellrechtlich entschieden werden, nach einer Zustimmung werden weitere Einsparungen von bis zu zwei Milliarden Dollar jährlich erwartet. Die Kooperation soll sofern nützlich noch auf weitere Felder ausgeweitet werden. Derweil kämpfen die Unternehmen noch mit der Absatzkrise des europäischen Automarkts. PSA erhielt kürzlich die Zusage auf staatliche Hilfsmittel in Höhe von bis zu sieben Milliarden Euro. BMW beendete unterdessen aufgrund des neuen Zusammenschlusses die Kooperation mit PSA und fordert nun Entschädigungszahlungen.

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