Jaguar XJ Coupé – eine Autolegende

Veröffentlicht am 12. November 2013 vom in Oldtimer

Bild: © Rolf Dobberstein - Fotolia.com - Jaguar steht für britische Autos mit Stil.

Bild: © Rolf Dobberstein - Fotolia.com - Jaguar steht für britische Autos mit Stil.

Der zweisitzige Jaguar XJ brauchte lediglich zwei Produktionsjahre, um einen Ehrenplatz in der „Hall of fame“ der schönsten Coupés aller Zeiten zu bekommen.

Stilvoll und zeitlos

Bereits 1968, als die Jaguar XJ Limousine auf dem Pariser Salon ihre Weltpremiere feierte, plante der damalige Jaguar-Chef Sir William Lyons ein zweitüriges Coupé. 1973 war es dann so weit: Was bereits bei der XJ-Limousine von 1968 gelang, kam beim XJ Coupé von 1973 in ungeahnter Brillanz zur Geltung. Es waren die Proportionen und Details, die dem zweitürigen Jaguar ein Alleinstellungsmerkmal im internationalen Automobilbau sicherten. Erst zwei Jahre später, im Januar 1975, liefen dann die Bänder für die Serienproduktion des XJ-Coupés an. Der verspätete Serienstart war auf das problematische Konzept eines Hardtop-Coupés ohne B-Säulen und mit vorn und hinten voll versenkbaren, rahmenlosen Seitenfenstern zurückzuführen.

„Lieblingskatze“ von Lyons

Das Coupé galt als Lieblingskatze des Jaguar-Chefs Sir William Lyons, der bis 1972 die Geschicke des Autobauers leitete. Und obwohl die Wagen nur zwei Jahre Produktionszeit überstanden (1975 bis 1977), legten sie eine kometengleiche Karriere als stilvolle Zweitürer hin, die mit mächtigem 5,3-Liter-Zwölfzylinder die Konkurrenz deklassierten. Und sogar mit dem etwas bescheideneren 4,2-Liter-Sechszylinder waren die 4,85 Meter langen Hardtop-Coupés Inbegriff königlicher Britishness.
Die IAA-Weltpremiere seiner letzten Katze erlebte Lyons zwar nicht mehr als Jaguar-Chef – er war mittlerweile in den Ruhestand gewechselt –, er verfolgte sie aber bestimmt mit einem gewissen Lächeln, konnte er sich doch der Anerkennung der gesamten automobilen Konkurrenz sicher sein. Und, viel wichtiger: Autos wie das Jaguar XJ Coupé schienen die Retter in der Not für das damalige kriselnde Unternehmen. Denn Jaguar fusionierte seinerzeit zunächst mit der British Motor Corporation zur British Motor Holding BMH und die BMH wiederum mit Leyland zum fast 20 Marken umfassenden Moloch British Leyland Motor Corporation (BLMC). Eine unübersichtliche Zeit, in der Jaguar von der Edelmarke zur einfachen Modellreihe hinabstieg.

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